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Schwitzhütte

 Begib Dich auf eine besondere Reise in Dein Inneres -
die indianische
Schwitzhütte erwartet Dich!

Betrachte den Raum und die Zeit als heilig.

Sei zentriert in Dir.

Sei Achtsam mit Dir, der Natur, den anderen Menschen und Dingen.

Sieh alle Handlungen als Ritual.

Sei offen für die Wunder dieser Welt!

 

Bis zurück in die Steinzeit belegen Ausgrabungen in Nordeuropa Schwitzhütten und Schwitzgruben. Vor etwa 2500 Jahren berichtete Herodot von rituellen Schwitzbädern der Skythen. Das auch  europäische Schwitzbäder zeremoniellen Charakter hatten, klingt in einem alten finnischen Sprichwort an, das sagt:“ Verhalte dich in der Sauna so wie in der Kirche”.

Die Schwitzhütte, war bei den Indianern Nordamerikas, wie auch bei allen anderen Völkern der nördlichen Erdhalbkugel, auch bei den Kelten und Germanen, weit verbreitet und diente der zeremoniellen Reinigung von Körper, Geist und Seele. Die Sauna, wie wir sie heute kennen, ist davon abgeleitet, allerdings ohne die rituellen Hintergründe.

Ich bin sehr dankbar, dass unsere indianischen Freunde uns von ihren Zeremonien haben lernen lassen. Bei ihnen hat jeder Stamm, jeder Clan und jede Familie einen eigenen Stil entwickelt.
Ich bin Schamanin der neuen Zeit und gestalte meine Schwitzhütte eng angelehnt an diese kraftvolle Zeremonie, als spirituelles Ritual, nicht streng  in der Tradition  indianischer Religion. Daher ist sie offen für alle Menschen und alle Glaubensrichtungen, die für das Wohl des Lebens beten. Eine Schwitzhütte ist für mich ein Ort der Reinigung und Erneuerung und ein geschützter Raum für Heilung auf allen Ebenen. Hier kommen wir den Spirits, Mutter Erde und unserem Schöpfer besonders nah.
 Ein intensiver Kontakt zur Natur und den Kräften die uns umgeben wird möglich. Die Schwitzhütte erinnert auch immer wieder daran, dass der Mensch ein Teil der Erde ist.

Es gibt viele verschiedene spirituelle Wege, doch eines haben alle gemeinsam: Es sind Wege des Lernens auf der Suche nach Heilung.

Die Schwitzhütte besteht im Aufbau aus einem Weiden- oder Haselrutengeflecht, welches in der Form einem Iglu gleicht. Dieses wird in mehreren Schichten mit Decken abgedeckt, so dass im Inneren absolute Dunkelheit herrscht. Draußen vor dem Eingang wird ein heiliges Feuer erbaut, in dem die Steine erhitzt werden. Die Steine symbolisieren im indianischen Glauben die unsere Ahnen. Sie werden vom "Feuermann/Feuerfrau" ins Innere der Schwitzhütte in ein in der Mitte eingelassenes Loch gebracht. Die Teilnehmer sitzen im Kreis in der Hütte, welche symbolisch den Bauch unserer "Mutter Erde" verkörpert. Nun werden in Begleitung von Trommel, Rassel und Gesang unsere Gebete, Bitten und Danksagungen an den Schöpfer weitergegeben.

 

In der Schwitzhütte verbinden wir uns mit allen Elementen:

  1. -die Erde, auf der wir  sitzen und die das aufnimmt, was wir in der loslassen
  2. -das Feuer in Form der heißen Steine
  3. -die Luft (heißer Dampf)
  4. -das Wasser
  5. -die Kräuter, die auf den Steinen geräuchert werden, vertreten das Pflanzenreich,
  6. -die Decken (ursprünglich wurden Tierfelle verwendet), zum Abdecken der Hütte und die Tierhaut -der Trommel stehen für das Tierreich
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Das Ritual

Das Ritual, die Hitze und die absolute Dunkelheit in der Hütte können zu einem Aufheben  von Raum und Zeit und des gewohnten Denkens führen. In der Schwitzhütte merkst Du schnell, wie nutzlos die Masken des Alltags sind. Die Zeremonie hat eine starke, reinigende und erneuernde Wirkung für Körper, Geist, Gefühl und Seele. Sie öffnet das Herz und kann die Tür zu unserer inneren Stimme weit aufmachen. Selbsterkenntnis und Veränderung werden möglich. Ängste, Sorgen, Probleme, alte Muster, Unnötiges und behindernde Gewohnheiten können in diesem besonderen Raum geheilt werden. Altes wird über den Schweiß an die Erde abgegeben, um Platz für Neues zu machen. Kraft und Klarheit entsteht. So kannst Du Zugang finden zu Deinen inneren Schätzen und Stärken. Neues zu Kreieren wird in Leichtigkeit möglich.
Es können Saiten tief in deinem Inneren zu klingen beginnen, die du bisher wenig oder kaum wahrgenommen hast. Du selbst entscheidest, wie tief Du in Deinen Prozess eintauchst!

 

Ablauf

Bereits mit der Vorbereitung einer Schwitzhütte beginnt die Zeremonie. Deshalb bringt sich jeder mit seinen Möglichkeiten ein. Der Platz wird vorbereitet. Das Weidengestell der Schwitzhütte ist mit Decken zu belegen, Holz wird gestapelt, Wasser und Steine werden benötigt, die Feuerstelle ist zu richten. Die Steine werden vorbereitet.

Vor der Hütte wird ein kraftvolles Feuer errichtet. Alles, was  mit diesem Feuer zu tun hat, liegt in der Obhut eines Feuerhüters oder einer Feuerhüterin. Im Zentrum dieses Feuers befinden sich, die Steine. Sie werden vor dem Anzünden des Feuers auf eine bestimmte zeremonielle Weise in die Feuerstelle gelegt.
Wenn sie durchdringend rot glühen, werden pro Runde einige der Steine in die Hütte gebracht und mit „Willkommen Großvater“ als unsere Ahnen geehrt und begrüßt.

Nach dem Anzünden des Feuers, stellen wir Tobacco-Ties (Tabak-Säckchen) her, in welche wir Gebete und Wünsche einfließen lassen.

Während das Feuer brennt, baut sich zwischen ihm und dem Zentrum der Schwitzhütte eine Energielinie auf - die "Einflugschneise" der Spirits, der Weg „Unci“, der großen Mutter. Diese Linie wollen wir während der ganzen Zeremonie achten und nicht überqueren.

Mit dem Gang in die Schwitzhütte begeben wir uns in den Leib unserer Mutter Erde zurück.
Die Zeremonie läuft insgesamt in ca.4 Runden ab. Nach jeder dieser Runden folgt eine Pause, in der die Tür geöffnet wird, frische Luft herein kommt, neue Steine hereingebracht werden und auch Wasser gegeben wird. Während der Runden gießt der Schamane Wasser auf die glühenden Steine. Der aufsteigende Wasserdampf reinigt und läutert uns und trägt die Gebete der Teilnehmer hinauf zu unserem Schöpfer. Wir werden beim Verlassen der Hütte symbolisch neu geboren.

Mit einem gemeinsamen Essen beschließen wir die Nacht.

Am nächsten Morgen, nach einer gemeinsamen Gesprächsrunde, bauen wir alle die Hütte wieder ab.

 

Ich freue mich auf Dich, auf eine gemeinsame Zeit der Reinigung, der Erneuerung und der Heilung.

 

Mitakuye oyasin

 

„Danke allen meinen Verwandten” oder „Für alle meine Verwandten”.


Das sagt man beim Betreten einer Schwitzhütte. Es ist ein Zeichen von Dank an  und Respekt vor der Schöpfung,

  hier gibt es den Flyer

 

Lichtquelle · Karen Tiedemann & Matthias Gröndahl · Rieloh 8 · 25355 Heede · Telefon: 04123 - 68 44 52 · Impressum